Pressemitteilung von www.mz-web.de

Gatersleben/Berlin, 18.01.2016

Experimente zur Grünen Woche - Schülerlabor Gatersleben in Berlin

Das Gaterslebener Schülerlabor war auf der Grünen Woche in Berlin. Zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte wurde kleine Experimente und Untersuchungen unternommen. Ein voller Erfolg.

„Nur nichts mit Regenwürmern. Die fasse ich nicht an“, sagt May Lya bestimmt. Gemeinsam mit ihren Schulfreundinnen Elisa, Maria und Elsa betritt sie das „Grüne Labor“ aus Gatersleben, das für die „Grüne Woche“ seine Gerätschaften in die Halle 3.2. auf dem Berliner Messegelände verlegt hat.

Laborleiterin Ute Linemann erläutert, dass in diesem Jahr das Thema Leguminosen im Fokus des Erlebnisbauernhofes stehe. Schließlich rief die Uno das Jahr 2016 zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte aus. So befassen sich die vier Mädchen von der Reinfelder-Schule mit Montessori-Orientierung aus Berlin-Eichkamp mit keimenden Erbsen. Sie begutachten das Keimblatt und machen einen Schnitt durch die Erbse.

„Wir machen jetzt mal ein kleines chemisches Experiment. Wir bestimmen Nährstoffe, also Eiweiß, Zucker und Stärke,“ regt Ute Linemann an. „Das mit den Nährstoffen hatten wir schon in der Schule, aber die Chemikalien noch nicht“, meint Elisa. Elsa fragt gleich, ob das nicht gefährlich ist, was da in die Vertiefungen der Porzellanplatte tropft. Und ist nach einer beruhigenden Antwort zufrieden und nimmt die Pipette zur Hand. Als sie ihre Stempel ins Arbeitsheft bekommen, schwärmen die vier Elfjährigen von den interessanten Experimenten im „Grünen Labor“ und wollen vielleicht nochmal mit Freundinnen vorbeischauen.

Alle Hände voll zu tun

Laborleiterin Ute Linemann erhält zum Auftakt der Grünen Woche von ihren beiden Labor-Kolleginnen Karin Sperling und Janett Gabriel Unterstützung. Schließlich zieht es viele Kinder an die Labortische und vors Mikroskop. „Am Wochenende sind das vorwiegend Einzelbesucher, Mädchen und Jungen, die mit Eltern oder Großeltern vorbeischauen. Da finden wir immer altersgerechte Experimente. In der Woche verlegen viele Lehrer den Sachkunde- oder Biologie-Unterricht in unsere Messehalle. Da haben wir oft alle Hände voll zu tun,“ so die Chefin am Stand.

Am gestrigen Sonntag war dann Laboranten-Wechsel. Zwei künftige Biolaborantinnen des IPK unterstützen nun Ute Linemann. Sie sagt: „Dass wir in diesem Jahr hier wieder mit den Schülern experimentieren, verdanken wir erneut der Unterstützung der Kleinwanzlebener Saatzucht AG. Überhaupt harmonieren wir mit den anderen Teilnehmern auf dem Erlebnisbauernhof bestens. Es gab schon Vorbereitungstreffen, um zur Grünen Woche bestmöglich zusammenzuwirken. Es bringt ja nichts, wenn in jeder Ecke das Gleiche angeboten wird.“ So können die Kinder im „Grünen Labor“ Einzeller beobachten, die aus einem Heu-Aufguss stammen. Daneben bietet das Mitmach-Labor auch in Berlin die beliebten Experimente an: Etwas Spülmittel, Wasser, eine gemixte Banane, ein Kaffeefilter, eine Prise Salz und ein paar Tropfen Alkohol, und schon hat man die DNA der Südfrucht isoliert. Das fasziniert natürlich auch Berliner Nachwuchsforscher.

Anerkennung für die Arbeit

Auf der diesjährigen „Grünen Woche“ wirkt die Atmosphäre auf dem Labor-Schiff nicht ganz so stürmisch wie im Vorjahr. „In den vergangenen Monaten haben wir für unsere Gaterslebener Einrichtung weitere gute Partner gewinnen können. Ich spüre eine stärkere Anerkennung der Arbeit, die bei uns geleistet wird. Als ich an so manche Tür klopfte, stellte ich fest, dass die für uns durchaus offen stand.“ Ute Linemann möchte diese Signale auch noch weiter in Richtung Politik senden. „Ich habe Landrat Markus Bauer eingeladen, wenn er hier auf der Grünen Woche unterwegs ist, auch mal auf dem Erlebnisbauernhof vorbeizuschauen und sich von der Außenwirkung unserer Einrichtung zu überzeugen.“

Da kommt schon wieder die nächste kleine Gruppe Kinder. Im Gegensatz zum Mädels-Quartett wollen die wissen, ob Regenwürmer einen Geruchssinn haben. Ein Tier wird vermessen und gewogen. Dann notiert man, wie sie auf den Geruch von Honig, Senf und purem Essig reagieren. „Die Tiere haben übrigens keine langen Wege zu uns“, erzählt Linemann und weist durch die Halle. „Die Aussteller von Wurmwelten spendieren sie uns aus ihrem Kompost.“ (mz)


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Berlin/Gatersleben; 19.01.2014

Grüne Woche in Berlin
Riechende Regenwürmer


Gaterslebener experimentieren bei der Grünen Woche mit Berliner Schülern in der Messehalle 3.2. auf dem Erlebnisbauernhof.

Gebannt schaut Vincent durch das Mikroskop. Auf dem Objektträger bewegt sich etwas: ein Pantoffeltierchen. Der Junge besucht die Carl-Orff-Grundschule in Berlin-Wilmersdorf und hat Sachkunde-Unterricht. Nicht in der Schule, nicht bei seiner Sachkundelehrerin, sondern im „Grünen Labor“ aus Gatersleben, das für die „Grüne Woche“ seine Gerätschaften in die Halle 3.2. auf dem Berliner Messegelände verlegt hat.

Laborleiterin Ute Linemann betreut bis zum kommenden Wochenende gemeinsam mit den künftigen Biolaborantinnen des IPK, Mandy Fabig und Manuela Wittig, hunderte Schüler, die aus Berlin und dem Umland in ihr Labor unmittelbar neben dem Erlebnisbauernhof kommen. „Wir sind zum wiederholten Male eingeladen worden. Dass wir in diesem Jahr hier wieder mit den Schülern experimentieren, verdanken wir der Unterstützung der Kleinwanzlebener Saatzucht AG. Ohne sie könnten wir uns diesen speziellen Messeauftritt nicht leisten“, erläutert Ute Linemann.

„Riechen und Fühlen“

„Das wäre ein riesiger Verlust“, urteilt Yasmina Schröder, die als betreuendes Elternteil mit einer Berliner Schulklasse ins „Grüne Labor“ gekommen ist. Ihrer Klasse folgen die Kinder der Carl-Orff-Grundschule, die sich gerade mit der Thematik „Riechen und Fühlen“ an drei Stationen des Erlebnisbauernhofes befassen und korrekt ihre Stempel ins Arbeitsheft bekommen, aber auch eine Tüte Kresse zum eigenen Experimentieren auf den Weg bekommen.

Bei den Gaterslebern betreut die messeerfahrene Manuela Wittig, die kurz vor ihrem Ausbildungsende steht, eine Minischülergruppe. „Bei uns gibt es ein kleines chemisches Experiment. Wir bestimmen Nährstoffe, also Zucker und Stärke.“ Das passt, so eine Sachkundelehrerin, bestens zur Unterrichtseinheit „Ernährung“.

Regenwurm reagiert

Bei Mandy Fabig suchen die Berliner Kinder nach der Antwort auf die Frage, ob Regenwürmer einen Geruchssinn haben. Die kleine Lara fingert das Tier aus der Petrischale, misst akribisch Länge und Gewicht des Wurmes, um ihn dann in verschiedene Röhrchen gleiten zu lassen. Sie stellt fest: Auf den Geruch von Honig reagiert der Regenwurm ziemlich gelassen. Als jedoch Senf und dann purer Essig das Laborglas durchströmen, versucht der Wurm eine Drehung und will nur fort von dem intensiven Luftstrom.


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